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artist
Flim
Es ist lustig, wie Review-Autoren nach Vergleichen suchen, um den Stil des Flim textuell zu vermitteln. Da wird von Satie, März, Philip Glass, Wechsel Garland bis zu Michael Nyman gesprochen, während sich die Autoren im nächsten Moment wieder von dieser Vorstellung lösen. Und das ist es dann auch. Der Stil ist einzigartig und nicht wirklich vergleichbar. Beim Hören lösen sich verkrustete Denkmuster sehr schnell auf.

Am besten beschreibt man die Musik. Auch da sind sich Review-Autoren nicht ganz sicher. Von sparsam gesetzten Klavierakkorden, digitalen Sprengseln und verfremdeten Indianergesängen ist da die Rede. Tatsächlich sind die Lieder des Flim voller Überraschungen. Durch ihre Kürze ziehen sie wie kaum greifbare Traumsequenzen an einem vorbei. Das schöne ist, dass man sie nochmal erreichen kann.

Doch je länger ich die Tracks von Flim anhöre und je öfter ich den Begriff Pop im Zusammenhang mit seiner Musik lese, umso weniger kann ich daran glauben. Flim ist keine populär zugängliche Musik, auch wenn die Verwendung bestimmter Tonlagen und Instrumente das an manchen Stellen vermuten lässt.

Flims Musik ist diskret und manchmal auf eine Art und Weise impulsiv. Die Musik ist hintergründig, ja fast schon versteckt und dadurch geheimnisvoll. Man könnte sie sonntags oder auch nachts hören, allein und vertieft auf einem Berg sitzend.

Wer mehr von Flim hören möchte, kann die CDs 'Helio' und 'Given You Nothing' auf dem Kölner Label Tomlab oder die CD 'Holiday Diary' auf Plinkity Plonk erreichen. Reinhören kann man schon mal auf Flims Website (OFFLINE)

https://flim.bandcamp.com

Phonocake Releases

Discographie

Pola Music (CD, Album)
Ohne Titel 1916 (CD, Album)
Helio (CD)
Given You Nothing (Album, CD, LP)
 
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